Messe Husum präsentierte sich auf der Windmesse in Chicago
18.05.2009
Mit mehr als 1.000 Ausstellern und 23.000 Besuchern ging in der vergangenen Woche in Chicago eine beachtliche Messeveranstaltung der Windenergiebranche zu Ende. Mit dabei waren rund 100 Aussteller aus Deutschland - darunter auch die schleswig-holsteinischen Messeveranstalter der HUSUM WindEnergy und der new energy husum.
Mit mehr als 1.000 Ausstellern und 23.000 Besuchern ging in der vergangenen Woche in Chicago eine beachtliche Messeveranstaltung der Windenergiebranche zu Ende. Mit dabei waren rund 100 Aussteller aus Deutschland - darunter auch die schleswig-holsteinischen Messeveranstalter der HUSUM WindEnergy und der new energy husum.Es herrscht aufgrund des neuen grünen Kurses der amerikanischen Regierung eine euphorische Aufbruchsstimmung in der amerikanischen Windbranche. Präsident Barack Obama hat angekündigt, 150 Milliarden Dollar zu investieren. Bis zum Jahr 2012 sollen damit 10 % und bis zum Jahr 2025 sogar 25 % des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gewährleistet werden. Heute liegt dieser Anteil in den USA noch unter 1 %. Für 25 Prozent Stromanteil ist der Neubau von etwa 180.000 Megawatt installierter Windenergieleistung notwendig. Das daraus resultierende Investitionsvolumen beträgt mehr als 300 Milliarden Euro.
„Der amerikanische Windenergiemarkt ist momentan regelrecht überhitzt. Es herrscht Goldgräberstimmung. Jeder möchte dabei sein. Das hat zur Folge, dass auch Unternehmen aus den Randbereichen dieser Industrie, z. B. aus der momentan schwächelnden Automobil– und Elektronikbranche, in dieses Marktsegment drängen“, beschreibt der Husumer Messechef Hanno Fecke die aktuelle Situation.
„Auffallend ist, dass es diesen neuen Unternehmen häufig an konkreter Erfahrung in diesem Markt fehlt. Ebenfalls die amerikanischen Windfirmen beklagen einen eklatanten Mangel an Erfahrung und ausgebildeten Fachkräften.“
Hanno Fecke sieht darin eine besondere zukünftige Bedeutung der Branchenleitmesse HUSUM WindEnergy. Für ihn ist es kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen noch gerne Aussteller der schon gänzlich ausgebuchten HUSUM WindEnergy im Herbst 2010 sein möchten. „Die HUSUM WindEnergy ist und bleibt der wichtigste, internationale Treffpunkt der Fachleute und der eigentliche Marktplatz der Windbranche. Genau hier werden die konkreten Geschäfte unter Profis geschlossen“, bestätigt er.
Es sei jetzt allerdings wichtig, betont er, dass Schleswig-Holstein beim Aufbau dieser neuen, internationalen Märkte in den USA und in Asien nicht den Anschluss verpasst. „Wir müssen unseren Know-how-Vorsprung bei Ausbildung, Forschung und Entwicklung aufrechterhalten. Das wird nicht einfach!“ bekräftigt er, denn sogar andere deutsche Regionen haben Schleswig-Holstein schon bei der installierten Windstromleistung überrundet. Innovative Unternehmen sowie Lehr- und Forschungseinrichtungen haben sich dort schon auf die kommenden Herausforderungen der neuen Märkte in Übersee gut eingestellt.
Die HUSUM WindEnergy hat sich deshalb entschlossen, den bedeutenden Bereich der Forschung – und Entwicklung mit der Ausschreibung eines Innovationspreises für Unternehmen, dem HUSUM WindEnergy Award, zu stärken. Dieser Preis wird erstmalig am 26. Mai 2009 in Berlin verliehen.





