Husumer Messen setzen internationale Standards
17.04.2009
Weltgrößte Kleinwindenergie-Anlagen-Schau im nächsten März in Husum Der Husumer Messechef Hanno Fecke staunte nicht schlecht als er in der vergangenen Woche die chinesische Windenergiefachmesse in Shanghai, CWEE 2009 besuchte. Zwar fehlten in Shanghai die großen internationalen Hersteller, deren vollständige Anwesenheit die Husumer Windmessen so besonders machen, doch bis in Details der Kongress- und Veranstaltungsorganisation konnte man die Handschrift der Husumer Macher nun auch in Shanghai erkennen.
Weltgrößte Kleinwindenergie-Anlagen-Schau im nächsten März in HusumDer Husumer Messechef Hanno Fecke staunte nicht schlecht als er in der vergangenen Woche die chinesische Windenergiefachmesse in Shanghai, CWEE 2009 besuchte. Zwar fehlten in Shanghai die großen internationalen Hersteller, deren vollständige Anwesenheit die Husumer Windmessen so besonders machen, doch bis in Details der Kongress- und Veranstaltungsorganisation konnte man die Handschrift der Husumer Macher nun auch in Shanghai erkennen. „Ja, wir haben uns die Husumer Messen zum Vorbild genommen und wir hoffen, damit auch einmal so erfolgreich zu sein wie unsere deutschen Kollegen“, bestätigt Qi Hesheng, Präsident der chinesischen Windenergievereinigung.
Der chinesische Markt entwickelt sich auch im Bereich der erneuerbaren Energien rasend schnell. Mit mehr als 12.150 MW installierter Leistung ist China inzwischen an den 4. Platz im Weltwindmarkt vorgerückt. Dabei haben die einheimischen Anlagenhersteller einen Marktanteil von mehr als 75 Prozent. Neben der Verabredung sich gegenseitig bei der Organisation von Delegationsbesuchen zu unterstützen, wurde mit den CWEE-Organisatoren eine Zusammenarbeit insbesondere im Rahmen der jährlichen Messe new energy husum vereinbart.
Auf der Windmesse in Shanghai präsentierten sich ca. 200 Aussteller, davon alleine rund 30 chinesische Unternehmen, die Kleinwindenergieanlagen anbieten. „Wir haben mit vielen dieser Aussteller gesprochen. Etliche dieser Kleinwindanlagenhersteller werden nun auch auf der new energy husum im März 2010 ausstellen; denn neben dem heimischen Markt sind Europa, dabei besonders Deutschland, sowie Nord-Amerika wichtige Zielmärkte für Kleinwindanlagen“ bestätigt Hanno Fecke, Geschäftsführer Messe Husum.
Auffallend in Shanghai war die große Anzahl chinesischer Unternehmen, die moderne Kombianlagen, also sog. Hybridsysteme mit Photovoltaik und Kleinwindanlage zeigten. „Bei einem Firmenbesuch wurden uns die besonderen Einsatzmöglichkeiten dieser vom öffentlichen Stromnetz unabhängigen Hybridanlagen deutlich gemacht. Der größte chinesische Mobilfunkanbieter benutzt diese Solar-Wind-Anlagen in Gebieten, in denen es keine Stromversorgung gibt, die Handynutzung dort aber trotzdem sichergestellt sein muss. Zum Überwachen von Öl- oder Gas-Pipelines werden jetzt ferngesteuerte Kameras eingesetzt, betrieben mit dieser regenerativen Stromversorgung. Teure Hubschrauber-Kontrollflüge werden somit eingespart. Ebenfalls Radar- und Erdbebenüberwachungsstationen sowie Wasserpumpensysteme in abgelegenen Gebieten werden mit Hilfe dieser Hybridanlagen sicher, kostengünstig und CO2 frei mit Strom versorgt.“ berichtet Gudrun Kromrey, Programmkoordinatorin der new energy husum.
Im Rahmen der Shanghaier Windmesse traf die Husumer Messedelegation ebenfalls den Präsidenten des Weltwindverbandes WWEA, Dr. Anil Kane sowie die Präsidenten der Windverbände aus China, Korea, Ägypten und Indien. Es gab eine große Zustimmung aus diesen Ländern für die weltweit größte Produktschau der Kleinwindenergieanlagen während der nächsten new energy vom 18.-21. März 2010 in Husum. „Wir haben für unser Konzept, in der Weltwindhauptstadt Husum nun mit der new energy auch eine internationale Leitmesse für Kleinwindenergie anzubieten, sehr viel Zustimmung und deutliche Unterstützung erfahren“, fasst Hanno Fecke zusammen.





